Materialkunde Beläge:Entscheidend bei der Belagwahl sind die Belagart die Belagstärke, der Schwammhärtegrad / der Gesamthärtegrad und die Oberlage.
Belagart
Bei den Noppen-innen Belägen unterscheiden wir zwischen klassischen Belägen und Belägen mit erhöhter Spannung im Schwamm und dadurch integriertem Frischklebeeffekt. Diese (im folgenden modernen Beläge genannt) sind viel elastischer als die Klassiker. Dadurch erreicht man mit der gleichen Schlagbewegung viel mehr Rotation und Tempo, der Ball springt weiter und ist dadurch etwas schwerer zu kontrollieren, zumindest bei den passiven Schlägen wie z.B. der Blockball. Bei den aktiven Schlägen, z.B. Topspin, ist er einfacher zu spielen. Die einzelnen Technologien sind von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich. Detailierte Erklärungen sind in den Infoboxen auf den jeweiligen Seiten dargestellt.
Belagstärke und Schwammhärtegrad / Gesamthärtegrad Jetzt kommen die Belagstärke und der Schwammhärtegrad hinzu (die Auswirkungen sind bei klassischen Belägen und modernen Belägen gleich – bitte aber nur untereinander vergleichen = klassisch mit klassisch und modern mit modern). Die Belagstärke kann man mit einem Trampolin vergleichen; je tiefer man in ein Trampolin reinspringt, desto höher und schneller katapultiert man heraus. D.h. je dicker der Schwamm, desto schneller der Belag! Der Schwammhärtegrad hat einen großen Einfluss auf die Flugkurve des Balles. Je weicher der Schwamm, desto höher springt der Ball nach oben raus, kommt aber früher wieder nach unten. Je härter der Schwamm, desto mehr springt der Ball nach vorne raus. D.h. das Fenster über dem Netz, wo der Ball durch muss um auf den Tisch zu landen, ist bei weichen Belägen größer als bei harten Belägen. Ein ganz ehrliches Kriterium ist der Gesamthärtegrad des Belages. Der Ball dringt im Moment des Treffpunktes mit Kontakt am Obergummi in den Gesamtbelag ein. Jetzt ist ein wichtiger Faktor, in wie weit das Obergummi den Druck in den Schwamm überträgt. Dies ist abhängig von der Dicke des Obergummis (der sogenannten Base) und der Noppengeometrie, sowie von der Zusammensetzung des Obergummis. Nur wenn man den Härtegrad des Gesamtbelages als Einheit kennt, kann man eine komplette Einschätzung des Belages vornehmen.
Belagoberlage / Obergummi
Da die Eigenschaft der Belagoberlage / des Obergummis ein wichtiges Kriterium ist, haben wir für jeden Belag eine Einschätzung dieses Bereichs vorgenommen.
- Hart/Schwer [H-S]
- Weich/Elastisch [W-E]
- Chinesisch/Klebrig [CH-K]
- Medium/Klassisch[M-K]).
Info: Wenn Sie uns sagen, welchen Belag Sie gespielt haben und was der Neue besser machen muss, sagen wir Ihnen zu 99% den richtigen Belag! Legende für die Einklassifizierung der Beläge:
Tempo: je schneller, desto weiter fliegt der Ball
Kontrolle: Wert über die Rückmeldung. Chance, den Ball auf den Tisch zu spielen, ohne ihn im Sweetspot zu treffen
Effet: die Fähigkeit, dem Ball Rotation zu verleihen
Oberlage: H-S [hart/schwer], W-E [weich/elastisch], CH-K [chinesisch/klebrig], M-K [medium/klebrig]
GHG: Gesamthärtegrad: Maß über die Härte des gesamten Belages
SHG: Schwammhärtegrad: Maß über die Offenporigkeit des Schwammes. Je härter, desto höher der Wert
Gew.: Gewicht des Belages